Hier werde ich vereinzelt vertieft aktuelle politischen Themen aufgreifen und kommentieren. Ich verspreche aber nicht zu viel Aktivität. Ihr findet sonst die meisten "Kurzmeinungen" auf meinem Twitter-Profil

Polit Blog

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Kantonsratswahlen

Ich gratuliere Andreas Hauri ganz herzlich zur Wiederwahl in ‪Kantonsrat‬, und danke für 1047 Stimmen.

Unten seht ihr meine persönliche Panaschierstatistik.

Am beliebtesten scheine ich bei den Wählern der FDP zu sein.

Ich möchte die Gelegenheit nutzen und etwas Transparenz schaffen. Unten können Sie einige Kennzahlen meines Kantonsratswahlkampf 2015 entnehmen und möglicherweise beantwortet die Repräsentation eine Frage, die immer wieder aufkommt: “Für was bekommen Politiker ihr Geld?”
Ich möchte damit aufzeigen, dass Politik nichts ist, mit dem man Geld macht (zumindest nicht auf der Stufe, auf der ich Politik betreibe). Es ist ein Hobby und wenn ich die Chance habe, durch mein Engagement etwas zu bewegen ist mir das Verdienst genug.

1047

Stimmen

200

Postkarten

200

Aufwand in CHF 

0

Ertrag in CHF 

Der Aufwand setzt sich zusammen aus Herstellung der Homepage, Facebook-Werbung, Druck der Postkarten, GiveAways etc.

Hier einige Eindrücke aus dem Kantonsratswahlkampf.

Homepage Redesing

16.11.14
Die Seite wird im Moment einem totalen MakeOver unterzogen.underconstruction

Ich bitte für die kommende Down-Time um Verzeihung.

Politik ist ein sehr zeitintensives Hobby und ich darf mich einer tollen und erfüllenden Arbeit und einem ebenso tollen Studium, Freunde, Kollegin und Freundin erfreuen.

Ich verspreche aber hier möglichst zeitnah die Homepage auf Vordermann zu bringen und spätestens für die Kantonsratswahlen 2015 bereit zu sein.

19.11.14
Heute habe ich zwei Sektionen hinzugefügt. (“Warum mich” und “Social-Media”) zusätzlich habe ich die Blog-Funktion aktiviert.

24.11.14
Meine erste Referenz ist online. Danke Marc!

07.12.14
Mein Hintergrund wurde hinzugefügt und unter “warum ich” einen Subtitle eingeführt.

11.12.14
Dank Simon Schlauri, habe ich bereits mein zweites Testimonial.

18.12.14
Aufschaltung der Twitter-API und des Medienspiegels.

19.12.14
Frontpage Landing Bild (Headar) update, einfügen eines Revolution Slider mit zoom-Effekt

20.12.14
Optimierung des Revolution Slider für Mobile-Devices.

26.12.14
Update Medienspiegel und introduction von Revolution Slider in Medienspiegel für bessere Darstellung

07.01.14
Final-Release der Homepage, ich freue mich über sämtliches Feedback: Wie gefällt es euch?

Nein zum Gripen

Das falsche Flugzeug zum falschen Zeitpunkt.

Ob die 22 neuen schwedischen Kampfflieger mit dem wohlklingenden Namen Gripen gekauft werden sollen oder nicht, darüber stimmen wir  am 18. Mai ab. Die Diskussionen laufen heiss und so war es auch bei uns im Studio. Auf die Mütze gaben sich Tobias Käch von der JCVP und Felix Huber von der JGLP. Ikeaflieger mit fehlenden Schrauben oder unerlässlich für unsere zukünftige Sicherheit?

Hier findet ihr das Streitgespräch mit Tobais Käch

Interview: Ungleichbehandlung muss aufhöhren

Nachdem die Jungen Grünliberalen am Plenumstreffen vom 16. Oktober 2013 ihr Kurzpositionspapier LGBTI verabschiedet hatten, nahmen verschiedene Medien unsere Positionierung auf.

20min Die Print-Ausgabe von 20 Minuten reagierte am schnellsten und schon am Folgetag waren wir mit einem kleinen aber feinen Abschnitt bedacht.

 

Im Verlauf des Tages nahm sogar die Schweizer Depeschen Agentur (SDA) limmatdie Meldung auf und verhalf uns unter anderem zu prominenter Platzierung unserer Position auf Online-Portalen wie bluewin.ch
Am Freitag dem 18. Oktober schaffte es die SDA – Meldung sogar in den Print der Limmattaler Zeitung. Diese mediale Aufmerksamkeit für unser Anliegen macht mich stolz. Ich erhalte viele positive, aber auch negative Rückmeldungen, was zeigt, welche Wirkung unser Vorpreschen (oder: das Vorpreschen der jglp) hatte.

Ich durfte mich als kantonaler CoLeiter der jglp ZH in Winterthurer Stadtanzeiger zu unserer Position äussern. Obwohl es politisch nicht um mein Kernthema ging, konnte ich mich in meinem ersten grösseren Interview dadurch zu einem Thema äussern, welches uns allen nicht egal sein darf.
Die (grundsätzliche) Diskriminierung von LGBTIs darf nicht akzeptabel sein, wofür sich die jglp einsetzen möchte.Wer wen liebt und in welchem Rahmen diese zwei Menschen zusammen sein wollen, soll jeder für sich selbst entscheiden können. Daher soll die (staatliche) Ehe die Institution zweier Menschen sein, die sich lieben, (unabhängig von ihrem Geschlecht).

Mein Interview im Stapi vom 29. Oktober könnt ihr unten nachlesen. (Bild anklicken zum vergrössern)

Interview JGLP

Nachhaltigkeit; ein Polit-Talk auf Joiz

Am Dienstag dem 10. September durfte ich mich zusammen mit Chregi Künzli (Moderation) und Pascal Bührig (Juso) über Nachhaltigkeit und erneuerbare Energien austauschen.

Es entstand ein spannendes und für mich sehr positives Gespräch über das Kernthema der Grünliberalen. Für alle die den Talk verpasst haben, gibt es hier das Video dazu:

Wie immer bin ich auf euer Feedback angewiesen, um meine Medienauftritte zu verbessern.

Lg Felix


Von Sätteln und Pferden

Anders als es der Titel vermuten lässt, bin ich nicht unter die ‘Rösseler’ gegangen und habe es in näherer Zukunft auch nicht vor. Der Fokus liegt auf der Armee, genauer auf der Wehrpflicht-Initiative und auf der Frage, weshalb meiner Meinung nach diese Initiative abzulehnen ist. Aber von vorne:

Wegweiser

Am 22. September stimmen wir über die Volksinitiative <<Ja zur Aufhebung der Wehrpflicht>> ab und ich empfehle dazu ein NEIN in die Urne zu legen.

Bereits am 09. November 2011 veröffentlichte ich auf Politnetz einen Beitrag und stellte dabei die Frage in den Raum: “Armee quo vadis?” – Wann kommt die bedarfsgerechte Armee die aufgrund realen Bedrohungslagen operiert?
Ich skizzierte, wie man beispielsweise über das Thema Armee/Wehrpflicht/Auftrag der Armee diskutieren könnte:

  1. Bedrohungslage erfassen
  2. Auftrag der Armee festlegen
  3. Wehrmodell definieren

Seit dem 26. Juni läuft das Vernehmlassungsverfahren zur Weiterentwicklung der Armee. Dieses Verfahren läuft bis am 17. Oktober 2013. Mit einer allfälligen Annahme der Initiative würde die Vernehmlassung zur Makulatur verkommen. Zudem haben die von den Befürwortern der Initiative zitierten Nachbarländern die Wehrpflicht nicht aufgegeben, sondern lediglich sistiert. Die Schweiz hätte mit Annahme der Initiative kein Notfallplan (eine Fall-Back-Option) zur Hand um Wehrpersonen zu rekrutieren. Es ist unwahrscheinlich, dass sich genug Freiwillige melden und man käme nicht umhin, die Armee zu professionalisieren. Die Erfahrungen aus dem Ausland scheinen die Befürchtung zu bestätigen.

Freiwilligkeit in Verbund mit dem Wort liberal, ist ein häufig verwendetes Argument der Befürworter der Wehrpflicht-Initiative, sowohl von Links als auch Rechts. Ich musste schon oft erklären, warum ein liberaler Mensch für die Wehrpflicht sein kann?
Als Liberaler kann man durchaus argumentieren, dass der Staat Garant für die Freiheit und des Eigentum sein muss. In diesem Sinne ist es auch richtig und wichtig, dass der Staat eine Pflicht für die Erfüllung seines Auftrages beibehält. Entweder personell (Wehrpflicht) oder finanziell (Steuerpflicht). Daraus resultiert entweder eine Berufsarmee (über die Steuerpflicht) oder die Milizarmee (Wehrpflicht).

libertärSowohl der personelle wie auch der finanzielle Weg sind genau betrachtet Sachzwänge des Staates. Hätten sie lieber die Pest oder Cholera? Eine solche Argumentation driftet in jedem Fall ins Extreme des Liberalismus ab und wäre libertär. Mir ist das Extreme stets unsympathisch gewesen, weshalb ich lieber einen Mittelweg gehe.

Es ist ein Argument von Personen die ‚liberal‘ als frei interpretieren, Synonyme des Liberalismus sind jedoch: freiheitlich, tolerant, zwanglos. Liberalismus entstand aus der Aufklärung und als aufgeklärter Mensch ist jedem von uns bewusst, dass ein Gewaltmonopol nicht wünschenswert ist. Ein solches entsteht mit einer Berufsarmee. Im Sinne der Gewaltentrennung und der Milizarmee kann auch ein zwangloser Mensch für die Militärpflicht sein.

Diese und weitere Argumente sind bereits bekannt, weshalb ich nicht weiter darauf eingehen werde. Ich möchte nur festhalten, dass ich – wie die gesamte Grünliberale Partei – die heutige Armee nicht gänzlich befürworte. Im Gegenteil, eine Diskussion über die Funktion der Armee, sowie über ihre interne Organisation ist, im Hinblick auf die Gesellschaft und die möglichen Gefahrenlagen, notwendig. Dennoch ist die Wehrpflicht-Initiative aus den aufgeführten Gründen der falsche Weg, um eine kleinere, effektivere und effizientere Armee zu erreichen, welche einem besseren Dienstmodell verpflichtet ist und dem Sinn und Nutzen des Zivilschutzes bzw. Zivildienstes Rechnung trägt.
Darum sind die Grünliberalen, obschon die Nein-Parole gefasst wurde, nicht im Nein-Komitee. Wir wollen einen neuen Weg zwischen Armee-Gegnern und Armee-Befürwortern beschreiten, wobei Reformen im Zentrum stehen sollen.

Die Grünliberale Vernehmlassungsantwort, bei der ich aktiv mitarbeite, wird weiter aufzeigen, wie wir uns das Dienstmodell (allgemeine Dienstpflicht) und den Auftrag der Armee vorstellen. Ich werde die Resultate auf meiner Homepage, Facebook-Seite und Twitter-Account präsentieren.

Der richtige Weg, das Ziel, quo vadis? Wo gehst du hin? Die Schweiz – ja, eher jeder von uns – wandert konstant auf dem Weg der Zeit. Wie jeder gute Wanderer überlegt man sich vor dem Start zur nächsten Berghütte, wo der beste Weg entlang führt, was man für die Wanderung in seinen Rucksack packen muss, welche Schwierigkeiten der Weg enthalten könnte usw. Dementsprechend wählt man den Rucksack den man sich schnürt. Ich finde es nicht richtig, dass man vorgeschrieben bekommt, welchen Rucksack man wählt und wie gross er sein darf, denn nichts anderes ist die Wehrpflicht-Initiative. Sie setzt nicht beim Ziel an über das wir eigentlich diskutieren sollten, sondern sie behauptet: “Das Ziel bleibt gleich, du darfst aber nur diesen oder jenen Rucksack benützen”. Wer mit einem Tagesrucksack auf einen mehrtägigen Marsch geht wird, wohl nie das Ziel erreichen.

2013-08-30 10.36.06Ich wünsche mir, dass die Initiative abgelehnt wird, jedoch einen Achtungserfolg einfährt. Das Pferd will nicht von der falschen Seite aufgesattelt werden, um auf den gewählten Titel zurückzukommen, denn nur durch die Ablehnung der Wehrpflicht-Initiative wird dem Mittelweg zwischen Pro- und Contra-Lager eine Möglichkeit gegeben. Reformation, d.h. stetigem und nachhaltigem Wandel eine Chance geben, erscheint mir bei dieser Thematik wichtig.

Und es ist doch Zensur

Der Blick am Abend verkündete in der Dienstagsausgabe, dass sich einzelne nationale Parlamentarier eine ‘Porno-Schranke’ vorstellen können.

In einem Tweet empfahl ich Barbara Schmid-Federer, nach England auszuwandern, wenn sie ein solches Interesse an Zensur verspüre. Konkret kann sich die Politikerin vorstellen, eine Zensurbehörde ins Leben zu rufen, welche darüber entscheidet, welche Internet-Inhalte genehm sind und welche nicht.. Vorderhand geht es um den Schutz der Kinder, wobei ihr jedes Mittel recht ist. Sie tangiert selbst die Presse- und Meinungsfreiheit des Internets. Was will sie als nächstes? Sittenwächter, welche ihre Moral (möglichst) in allen Bereichen durchsetzen und verteidigen?

Der sogennanten ‚Internetpolitikerin‘ Schmid-Federer, muss man zu Gute halten, dass sie Twitter nicht nur als eindimensionalen Informationskanal nutzt sondern auch auf Kritik und Input eingeht. Demzufolg verdient sie das Prädikat ‘Internetpolitikerin’, obschon sie beweist, dass sie keine Ahnung auf diesem Gebiet hat.

Geht es nach Schmid-Federer, sollen Schweizer Provider ein sogenanntes Opt-In Verfahren für all diejenigen einrichten, welche den gesamten Content des Netzes nutzen wollen. Alle anderen bekommen eine gefilterte Version, frei von Pornographie. Damit sollen Kinder und Jugendliche von dem angeblich gefährlichen Inhalt des Internets geschützt werden.

Im Verlauf des Folgetages wurde sogar behauptet, wenn es um den Schutz der Kinder gehe, sei es keine Zensur. Der Schutz der Kinder wird gerne als Tarnmantel der eigenen Moralvorstellungen genutzt. Ein altgedientes Verfahren, welches auch gerne parodiert wird, wie z.B. in der Fernsehserie ‚The Simpsons‘.

Ich möchte aufzeigen, weshalb es dennoch Zensur ist, und welche gefährlichen Auswirkungen solche Ideen auf die Schweiz und unsern Rechtsstaat hätten:

1) Würde der Provider jedem Haushalt am Anfang per Default die Sperre auferlegen, würden auch mündigen Anschlussnutzern – namentlich die Eltern (Vater und Mutter) als auch Volljährige, die noch zu Hause wohnen – Content verwehrt, den sie eigentlich legal ansehen und konsumieren dürfen.

2) Betreiber von Public WLAN (Restaurants, Hotels, Flughafen, Städte, Postbus etc.) aber auch Mobilfunkanbieter (Swisscom, Orange, Sunrise) würden gezwungen, die Sperre zu aktivieren, da solche Infrastrukturen auch von Minderjährigen genutzt werden. Erneut würde dadurch einem Grossteil der Nutzer Content vorenthalten und eben zensiert, obschon dessen Konsum und Besitz für jene völlig legal ist.

Es ist nebensächlich, was der Content ist: ob Hardcore Porno, oder eine Bauanleitung für einen Lego-Masturbator. Wer wäre verantwortlich, die Filterliste zu erstellen? Wie hiesse die Zensurbehörde? Das Ganze ist eine Büchse der Pandora, die, einmal geöffnet, der Netzneutralität und dem Grundgedanken des Internets zuwider läuft, nämlich Informationen schnell und einfach miteinander zu teilen.

Ganz zu schweigen von den technischen Möglichkeiten, solche Schranken zu umgehen: Proxyserver, VPN Netzwerke usw.
Was wäre der nächste Schritt, Frau Schmid-Federer? Whatsapp und Ice-Tea-Flaschen verbieten? Chatrooms und Facebook verbieten, weil dort Links, Bilder und Videos mit zweifelhaften Inhalt geteilt werden?

Für die Kindererziehung und dafür was die Kinder und Jugendlichen im Internet treiben, sind die Eltern zuständig: Browser History kontrollieren, Safebrowsers installieren usw. Wenn die Eltern besorgt sind und den Nachwuchs von der Gefahr der neuen Welt schützen wollen, können sie dies bereits heute. Politischer Aktivismus ist völlig deplaciert und gefährlich, da es Tor und Angel öffnet für die Zensur der breiten Öffentlichkeit.

Dieser Meinung ist auch Balthasar Glättli:

Ich wehre mich dagegen, dass selbsternannte Sittenwächter anfangen, die Schweiz zu zensieren und deshalb schliesse ich mit dem Tweet von Philippe Wampfler:

 

Cliffhanger

Meine Website war von Anfang an als Beta-Version gedacht. Sie wurde erstellt um mein Verhalten in einem Blog zu testen. Wie man sieht, ist mein Verhalten nicht geeignet einen regelmässigen Blog zu betreiben.

Was ich aus dem Experiment mitnehme:

  • Wöchentliche Blogs sind nichts für mich.
  • Kürzere Statements die nicht Platz auf Twitter oder Facebook haben.
  • Tiefere Positionierung meinerseits wichtiger als regelmässige Platzhalter.

Ich werde mich Zukunft zu Themen, die mich politisch beschäftigen, hier kurz und knapp äussern. Gegebenenfalls werde ich simple Twitter-Gespräche oder Statements von Facebook veröffentlichen. Auch werde ich ein Twitterfeed auf der Homepage installieren.

Im Moment bin ich aufgrund meiner Bachelor-Prüfungen zeitlich sehr absorbiert, aber spätestens zu den Gemeinderatswahlen im Frühjahr 2014 wird die Website up and running sein.

Als Beispiel soll eine lustige Konversation von mir und Andrea Jerger auf Twitter dienen

Also stay tuned, es kommt noch mehr.

Gandalf Meme

 

Rückblick der Woche

Das Zählen ist vorbei, die Schlacht geschlagen. Wo stehen wir und was hat uns das Abstimmungswochenende gebracht?

Mit Freude vernahm ich dass das schweizer Stimmvolk fast gleich abstimmt wie ich. Lediglich bei den kantonalen Abstimmungen unterlag ich und die Grünliberale Partei mit unseren Parolen.

Ja – zur Jugendmusikförderung
Nein – zum Schutz vor Passivrauchen
Nein – zum sicheren Wohnen im Alter

(leider) Ja – zum Objektkredit für den Autozubringer A4 Obfelden/Ottenbach
(leider) Ja – zur Abschaffung des konstruktiven Referendum

Ja – zum Glasfasernetz und
Ja – zum Sechseläutenplatz

Einerseits gab es zwei grosse Themen diese Woche die Akta Mörgeli und die Frauenquote in der Berner Stadtverwaltung.

Zu Mörgeli ist in schon sehr viel in der Zeitung geschrieben worden. Ich bin mir ziemlich sicher, dass die Entlassung nicht politisch motiviert war. Wer fachlich souverän ist, kann solange er die Politik im Berufsfeld auslebt auch eine solche Stelle bekleiden. Es ist Schade, dass diese Geschichte in den Medien (vor allem im Tagesanzeiger) so breitgetreten wurde.

Nur weil gewisse SVP-Politiker/Mitglieder sich nicht darum scheren Geheimnisse zu bewahren, heisst das nicht dass man in das selbe Horn zu blasen hat.
Anderseits meinte einer meiner Professoren zum Start des Semesters: “Science is a constant progress” dazu gehört es nun einmal zu Publizieren und die Versachlichung des Studienfeldes. Wer sich in der Privatwirtschaft nicht weiterbildet, ist schnell weg vom Fenster. Ich wünsche Herr Mörgeli auf seinem beruflichen und politischen Weg alles Gute. Man kann ja von seinen politischen Gedanken halten was man will, aber er immerhin macht er nicht die Faust im Sack, sondern er setzt sich für seine Ziele ein. Das hat man zu respektieren.

Frauenquote

Sich als Mann gegen die Frauenquote zu äussern ist immer relativ heikel.
In einer perfekten Welt haben Faktoren wie Religion, Hautfarbe, Name oder Geschlecht keine Auswirkungen auf die Qualifikation für einen Job. Aber leider ist die heutige Situation annähernd 180° entgegen dieser Wunschvorstellung. Ich empfinde die Frauenquote als kurzfristiges und nicht nachhaltiges Mittel. Durch eine Quote kann Mann (aber auch Frau) den Eindruck einer Überbevorteilung der XX-Trägerinnen vermittelt bekommen. Ich bin der Meinung, dass die Person welche am besten für eine Stelle geeignet ist, diese antreten sollte. Wo ist da die Gleichberechtigung, wenn ein gleiches Chromosomenpaar wichtiger ist als Qualifikation, Einsatz und Engagement? Wir sollten versuchen, längerfristige Lösungen für den Frauenmangel in Kaderpositionen zu suchen, anstelle von solchen Wasserschlägen ohne Tiefgang. Zum Beispiel Förderprogramme schon während der Ausbildung.
Die allgemeine Ungerechtigkeit punkto Kaderstellen beschränkt sich ja nicht nur auf die Mann/Frau-Problematik. Wieso versucht man nicht das Nationalitäten-Ungleichgewicht anzugehen? Schwule-Heteros? Rechts- und Linkshänder?

Ich frage mich welche Frau gerne eine Quoten-Frau sein will. Der Vorwurf: “Das hat die Frau nicht verdient”, schwebt ständig als Damokles Schwert über der Person (selbst wenn der Vorwurf nicht gerechtfertigt ist).

Wie sollen sich diese Frauen in den Kaderstellen durchsetzen wenn sie sich keinem Konkurenzkampf um die eigene Position stellen mussten? Ich befürchte das diese Frauen leider später abhängiger von Reglementierungen sind.

Urnengang vom 23. September 2012

Am Sonntag dem 23. September 2012 stimmen wir über folgende Themen ab; ebenfalls sehen Sie die Empfehlung von mir.

Schweizerkreuz als Wappen Eidgenössische Abstimmungen:

  • Jugendmusikförderung –  JA
  • Sicheres Wohnen im Alter – Nein
  • Schutz vor Passivrauchen – Nein

Kantonale Abstimmungen

  • Abschaffung des konstruktiven Referendums – Nein
  • Objektkredit für den Autozubringer A4 Obfelden/Ottenbach – Nein

Kommunale Abstimmungen

  • Neugestaltung Sechseläutenplatz – Ja
  • Glasfaser für Zürich – Ja

Die “Schutz vor Passivrauch“-Initiative scheint auf den ersten Blick – gerade als Nichtraucher – ein sehr sympathisches Unterfangen. Leider bleiben dabei einige mir wichtigen Werte auf der Strecke:

  1. Ein föderalistischer Kompromiss soll nach nur 2 Jahren schon verschärft werden.
  2. Investitionssicherheit für Gastrobetriebe die in ein Fümoir viel Geld gesteckt haben ist nicht mehr gegeben.
  3. Jeder Kanton ist frei, den Rauchschutz zu verschärfen. Es braucht keine Zwangsharmonisierung
  4. Die nächste Initiative die das Rauchen im Freiem verbieten will ist schon in der Pipeline, wer rauchen will soll das solange ich als Nichtraucher ihm bequem aus dem Weg gehen kann.

Das konstruktive Referendum ist eine wichtige Errungenschaft der Zürcher Stimmbürger. Es scheint kompliziert aber ein jeder der ein SBB bzw. ein ZVV-Billettautomat bedienen kann, kann auch zwischen 3 Vorlagen mit 27 Wahlmöglichkeiten unterscheiden. Die Simmbevölkerung ist nicht dumm und braucht nicht bevormundet zu werden. Dazu ist das konstruktive Referendum ein Mittel die Stimmbürger mehr mitreden zu lassen, das gerade die Kreise die selbst ein konstruktives Referendum ergriffen haben (und damit unterlegen sind), die Kreise die sich für mehr Volksrechte einsetzen gerade ein solches abschaffen wollen löst bei mir Kopfschütteln aus. Durch dieses Volksmittel können Jungparteien einfluss nehmen wie die JSVP und die Jungfreisinnigen bewiesen haben. Darum Nein zur Abschaffung.
Falls das Ja-Komitee noch immer nicht übezeugt ist wie einfach man ein Billett vom Flughafen nach Hause löst bzw. wie man aus drei Varianten die liebste Wählt, könnte man ja Hanspeter Burri bitten uns zu erklären wie man richtig wählt:

http://www.youtube.com/watch?v=BRIMArYMc6g

Trete in Kontakt mit mir!

Politik lebt vom Dialog, ich würde mich freuen, mit dir in Kontakt zu treten damit ich weiss, was dich bewegt.