24. September 2012 empty

Rückblick der Woche

Das Zählen ist vorbei, die Schlacht geschlagen. Wo stehen wir und was hat uns das Abstimmungswochenende gebracht?

Mit Freude vernahm ich dass das schweizer Stimmvolk fast gleich abstimmt wie ich. Lediglich bei den kantonalen Abstimmungen unterlag ich und die Grünliberale Partei mit unseren Parolen.

Ja – zur Jugendmusikförderung
Nein – zum Schutz vor Passivrauchen
Nein – zum sicheren Wohnen im Alter

(leider) Ja – zum Objektkredit für den Autozubringer A4 Obfelden/Ottenbach
(leider) Ja – zur Abschaffung des konstruktiven Referendum

Ja – zum Glasfasernetz und
Ja – zum Sechseläutenplatz

Einerseits gab es zwei grosse Themen diese Woche die Akta Mörgeli und die Frauenquote in der Berner Stadtverwaltung.

Zu Mörgeli ist in schon sehr viel in der Zeitung geschrieben worden. Ich bin mir ziemlich sicher, dass die Entlassung nicht politisch motiviert war. Wer fachlich souverän ist, kann solange er die Politik im Berufsfeld auslebt auch eine solche Stelle bekleiden. Es ist Schade, dass diese Geschichte in den Medien (vor allem im Tagesanzeiger) so breitgetreten wurde.

Nur weil gewisse SVP-Politiker/Mitglieder sich nicht darum scheren Geheimnisse zu bewahren, heisst das nicht dass man in das selbe Horn zu blasen hat.
Anderseits meinte einer meiner Professoren zum Start des Semesters: “Science is a constant progress” dazu gehört es nun einmal zu Publizieren und die Versachlichung des Studienfeldes. Wer sich in der Privatwirtschaft nicht weiterbildet, ist schnell weg vom Fenster. Ich wünsche Herr Mörgeli auf seinem beruflichen und politischen Weg alles Gute. Man kann ja von seinen politischen Gedanken halten was man will, aber er immerhin macht er nicht die Faust im Sack, sondern er setzt sich für seine Ziele ein. Das hat man zu respektieren.

Frauenquote

Sich als Mann gegen die Frauenquote zu äussern ist immer relativ heikel.
In einer perfekten Welt haben Faktoren wie Religion, Hautfarbe, Name oder Geschlecht keine Auswirkungen auf die Qualifikation für einen Job. Aber leider ist die heutige Situation annähernd 180° entgegen dieser Wunschvorstellung. Ich empfinde die Frauenquote als kurzfristiges und nicht nachhaltiges Mittel. Durch eine Quote kann Mann (aber auch Frau) den Eindruck einer Überbevorteilung der XX-Trägerinnen vermittelt bekommen. Ich bin der Meinung, dass die Person welche am besten für eine Stelle geeignet ist, diese antreten sollte. Wo ist da die Gleichberechtigung, wenn ein gleiches Chromosomenpaar wichtiger ist als Qualifikation, Einsatz und Engagement? Wir sollten versuchen, längerfristige Lösungen für den Frauenmangel in Kaderpositionen zu suchen, anstelle von solchen Wasserschlägen ohne Tiefgang. Zum Beispiel Förderprogramme schon während der Ausbildung.
Die allgemeine Ungerechtigkeit punkto Kaderstellen beschränkt sich ja nicht nur auf die Mann/Frau-Problematik. Wieso versucht man nicht das Nationalitäten-Ungleichgewicht anzugehen? Schwule-Heteros? Rechts- und Linkshänder?

Ich frage mich welche Frau gerne eine Quoten-Frau sein will. Der Vorwurf: “Das hat die Frau nicht verdient”, schwebt ständig als Damokles Schwert über der Person (selbst wenn der Vorwurf nicht gerechtfertigt ist).

Wie sollen sich diese Frauen in den Kaderstellen durchsetzen wenn sie sich keinem Konkurenzkampf um die eigene Position stellen mussten? Ich befürchte das diese Frauen leider später abhängiger von Reglementierungen sind.

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